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2376 Nathan der Weise - Tempelherr Deutsch 11 2 24493
Kurzbeschreibung
Charakterisierung Des Tempelherr
Inhalt des Referats
Hausaufgabe: Nathan der Weise Tempelherr Charakterisierung: Der junge Tempelherr ist christlicher Abstammung und Mitglied eines Ordens, der an den Kreuzzügen teilgenommen hat ( -> fanatischer Christ). Als strenggläubiger Christ vertritt er die üblichen Vorurteile gegenüber Juden. Dies tut er auf eiskalte und schroffe Weise. Er hält sich anfangs stets verschlossen - ein Zeichen seiner Unaufgeklärtheit. Für ihn ist es außerdem selbstverständlich, zu helfen. Später ist er offen für andere Meinungen und Ansichten, deshalb kann er zu Nathan, einem Juden, eine Freundschaft aufbauen. Diese wird sein gesamtes Bewusstsein verändern. Dadurch, dass der Tempelherr schnell verwirrt ist, missversteht er Zusammenhänge, was dazu führt, dass er schnell erbost. Dies macht die Freundschaft zu Nathan nicht immer leicht. Entwicklung während des Stücks: Der Tempelherr wird als einziger von 20 Gleichgesinnten vom muslimischen Sultan Saladin begnadigt, da er dessen verstorbenen Bruder Assad ähnlich sieht. Glücklicherweise ist er gerade zu stelle als Nathans Haus in Flammen aufgeht. Er rettet dessen Tochter Recha. Nathan schickt Daja um den Tempelherrn einzuladen, aber der lehnt es ab, mit Juden zu verkehren. Nathan passt ihn auf der Straße ab und obwohl sich der Tempelherr zunächst abweisend verhält, gelingt es Nathan allmählich, ihn durch seine tolerante und offene Haltung für sich einzunehmen. Nathan lädt ihn zu sich nachhause ein. Dort verliebt er sich in Recha, eine Jüdin. Ungeachtet der Religionsunterschiede und seines Keuschheitsgelübdes hält der Tempelherr um die Hand Rechas an. Als er erfährt, dass Recha adoptiert wurde und ihre Eltern leibliche Christen waren, denkt der Tempelherr alles würde sich dem Guten zuwenden. Doch dann stellt sich heraus, dass Recha, die Pflegetochter eines Juden, und der christliche Tempelherr Geschwister und die Kinder von Assad sind. Sie sind Nichte und Neffe eines muslimischen Herrschers. Obwohl sie in drei verschiedenen Religionen aufgezogen wurden, gehören sie ein und derselben Familie an. Verhältnis zur Religion: Der Tempelherr steht anfangs voll und ganz hinter seiner Religion, dem Christentum. Sein Glaube ist so stark, dass er ins Kloster geht und später auch für seine religiösen Ansichten gegen andere Religionen in den Krieg zieht. Er hat Vorurteile gegen andere Religionen (Judentum), „Der reiche Jude war mir nie der bessere“ und empfindet es als nichtig. „Wenn auch nur das Leben einer Jüdin“ Anfangs herrschen Spannungen zwischen Christ und Jude. Durch den Juden Nathan lernt er die Realität kennen, welche vollkommen anders ist als das, was seinen Hass schürte. Er findet in einem Juden einen Freund und in dessen Tochter eine Geliebte. Ab diesem Moment interessieren ihn Religionsunterschiede und Keuschheitsgelübde nicht mehr. Dennoch entsetzt es ihn, dass Nathan als Jude eine Christin aufzieht und denunziert Nathan bei seinem Oberhaupt, dem Patriarchen. Dies erachtet er in einem Moment seiner Verwirrung als nötig und so sucht er in seiner Verwirrung um Rechas wahren Glauben wieder Hilfe bei religiös Gleichgesinnten. Verhältnis zur Aufklärung: Anfangs ist der Tempelherr vollkommen unaufgeklärt und stellt sich gegen die Aufklärung. Bis er auf Nathan trifft, welcher die Rolle des vernunftbestimmten Aufklärers innehat. Nathan ist die spätere Aufgeklärtheit des Tempelherrn zu verdanken. Ihm gelingt es, den Tempelherrn für seine Meinung zu öffnen, da dieser seine tolerante Haltung schätzt und dessen Argumente auf sich einwirken lässt. Nathan lehrt ihn, dass nicht die Regeln sein handeln bestimmen sollen, sondern die Erkenntnis. Er erkennt das Ziel der Aufklärung: Einsicht durch Vernunft.
Quellenangaben des Verfassers