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696 Filmbesprechung:Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remark Deutsch 10 1-2 322
Kurzbeschreibung
Inhaltsangabe und Kritik zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remark
Inhalt des Referats
[b]Filmbesprechung:Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remark[/b] 20 Millionen Tote in nur 4 Jahren. Kein Krieg davor forderte derart viele Opfer, wie der 1. industrialisierte Krieg, der 1. Weltkrieg. Der Film "Im Westen nichts Neues", der in den 30er Jahren entstand, doch lange Zeit verschollen war und in den USA restauriert wurde, bietet ein beeindruckendes Bild der Wirren dieses Krieges. Er beginnt mit dem Aufmarsch von Soldaten irgendwo in Deutschland. Alle sind begeistert und jubeln den Soldaten zu. Es wird in ein Klassenzimmer geblendet, in dem ein Lehrer seine Schüler mit unverhältem Patriotismus dazu auffordert in den Krieg zu ziehen. Die Schüler, die zuerst skeptisch waren, brechen schließlich in lautes Gejubel aus und melden sich zum Frontdienst. Nun wird der Weg dieser Schüler von der disziplienreichen Ausbildung bis zum ersten Fronteinsatz verfolgt. Der ehemalig nette Briefbote ist nun ihr Ausbilder, der sie mit Freude schikaniert. An der Front herrscht keine Disziplin mehr. Jeder ist auf sich selbst gestellt. Sie begreifen jetzt erst was "Krieg" wirklich ist. Die ersten wollen zurück. Sie fragen sich nach dem Sinn des Krieges und wer eigentlich damit angefangen hat und warum! Sie kommen zu keinem Entschluss. Ihnen wird die Sinnlosigkeit des Krieges bewusst. Sie verlieren Freunde und erleiden seelische Traumata. Ein ehemaliger Schüler wird dadurch direkt mit dem Tod konfrontiert, dass er einen Franzosen ersticht, da dieser ebenfalls in einem Bombengraben Zuflucht sucht, während er sich dahinter verschanzt. Für ihn ist dieser Franzose nun nicht mehr irgendeine Figur, es ist ein Mensch mit Gesicht und Namen. Als ein Schüler nach einer Verwundung nach Hause zurückkehrt, ist für ihn alles so weltfremd. Alle preisen den Krieg und der Lehrer redet immer noch patriotisch auf seine Schüler ein. Er fühlt sich fehl am Platz und kann sich nicht vorstellen, wieder ein normales Leben zu führen. Er will zurück, doch da erwartet ihn nichts besseres: Fast alle seine Kameraden sind tot. Kurz nach seiner Rückkehr und vor dem Kriegsende stirbt er als letzter seiner Klasse. Dieser Film zeigt die Sinnlosigkeit des Krieges auf so erschreckende Art auf, das verständlich wird, warum er zu Hitlers Zeiten verboten war. Er geht auf sehr gefühlvolle Weise auf die körperlichen und vor allem seelischen Qualen und insbesondere auch auf die Ziellosigkeit der Soldaten ein. "Im Westen nichts Neues" ist demnach eine klare Mahnung an die Menschen aus patriotischen Stolz kein sinnloses Morden zu entfachen.
Quellenangaben des Verfassers
keine Angaben