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1004 Indonesien Geographie 10 1 1937
Kurzbeschreibung
Indonesien
Inhalt des Referats
Indonesien liegt zwischen Asien und Australien, deshalb wird es auch „Brücke" genannt. Es trennt den Pazifischen Ozean vom Indischen Ozean. Entstanden sind die indonesischen Inseln vor rund 15 Mio. Jahren durch das Aufeinandertreffen von 3 Teilen der Erdkruste. So sind außer Borneo fast alle vulkanischen Ursprungs. Zum Beispiel das Sunda-Schelf, eine größtenteils überflutete Fortsetzung des asiatischen Kontinents besteht aus etwa 300 aneinandergereihten Vulkanen von denen heute noch rund 70 aktiv sind. Vor Millionen von Jahren waren die Inseln westlich von Lombok noch über den Landweg von Asien her erreichbar, so findet man dort vor allem „große Säugetiere" wie Elefanten, Tapire und Tiger. Die Inseln von Lombok bis Irian Jaya hingegen waren mit Australien verbunden, deshalb gibt es dort überwiegend Beuteltiere. Dank des tropisch, feucht-heißen Klimas findet man in Indonesien immergrünen tropischen Regenwald. Bevölkerung und Fläche Indonesien besteht aus 13677 Inseln, davon sind jedoch mehr als 7000 namenlos. Die ca. 215 Mio. Einwohner leben auf rund 6000 Inseln. Insgesamt hat Indonesien eine Fläche von nicht ganz 2 Mio. km², das ist mehr als fünfmal so groß wie Deutschland. Etwa 87% der Bevölkerung sind Moslems. Java hat die höchste Bevölkerungsdichte Indonesiens, hier liegt auch die Hauptstadt Jakarta. Der höchste Berg ist der Puncak Jaya im Maokegebirge auf Irian Jaya. Er ist 5030m hoch. Kultur Indonesien war schon früh besiedelt. Vor über 700000 Jahren lebte dort der sogenannte Java-Mensch und auf Java fand man sogar 1,9 Mio. Jahre alte, menschenähnliche Skelette. Einige Altvölker leben noch heute weitgehend isoliert von der übrigen Bevölkerung auf der Kulturstufe der Jäger und Sammler. Die ersten Malaien, die aus dem südchinesischen Raum nach Indonesien wanderten, sind bis heute Ackerbauern geblieben. Zwischen diesen altindonesischen Völkern, weiteren kleinen Gruppen und größeren Völkern wie z. B. den Batak, den Dayak und den Toraja bestehen starke Unterschiede in der Kultur, der Sprache und dem äußeren Erscheinungsbild. Außerdem lässt sich jede dieser Gruppen in verschiedene Stämme unterteilen. Auch Chinesen kamen schon früh als Händler nach Indonesien, die Mehrheit wanderte jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert als Lohnarbeiter ein. Neben den Chinesen leben auch arabische, indische und eurasische Minderheiten im Vielvölkerstaat Indonesien. Geschichte Um 1500 wurde der Seeweg von Europa nach Indonesien entdeckt. Von da an übernahmen die Europäer den Gewürzhandel in Indonesien. 1602 wurde die Vereinigte Ostindische Kompanie gegründet. Diese legte den Grundstock für das niederländische Kolonialreich Indonesien. Um 1800 wurde die Vereinigte Ostindische Kompanie jedoch aufgelöst und die niederländische Regierung übernahm alle Besitztümer. Im 2. Weltkrieg besetzte Japan Indonesien und machte der niederländischen Herrschaft ein Ende. Nach der Kapitulation Japans wurde Indonesien unabhängig. Klima Das Klima ist auf den verschiedenen Inseln sehr unterschiedlich. Da Indonesien sehr nah am Äquator liegt, herrschen im Tiefland das ganze Jahr über sehr hohe Temperaturen. Im Hochland kann es hingegen recht kühl werden. In den über 5000m hohen Gebirgen von Irian Jaya kommt es sogar zu Schneefällen. In vielen Teilen Indonesiens sind die Niederschläge über das ganze Jahr verteilt, hängen jedoch stark von den Monsunen ab. Auf den Inseln Java, Bali und Lombok herrschen das ganze Jahr über Temperaturen zwischen 28 und 30°C. Die Trockenzeit dauert von März bis Oktober, die Regenzeit von Oktober bis März. Die Tage sind durch die Nähe zum Äquator kürzer als bei uns. Auf Bali geht die Sonne um 18.00 Uhr unter, auf Java, aufgrund einer Stunde Zeitverschiebung sogar schon um 17.00 Uhr.
Quellenangaben des Verfassers