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154 Das Bayrischeland Geographie 7 1 1010
Kurzbeschreibung
Falls Sie jemals in Bayern sein sollten, werden Sie es lieben lernen und falls nicht, werden sie es in diesem Referat lieben lernen.
Inhalt des Referats
Das Bayrischeland

I. Geographische Lage


Schwangau (792m ü M) liegt im Bundesland Bayern, 4 km entfernt von der Bezirksstadt Füssen am Lech, am Fuße der Alpen.
Schwangau ist die letzte Station am südlichen Ende der Romantischen Straße und liegt zu Füßen des Naturschutzgebietes Ammergebirge. Die Deutsche Alpenstraße führt dadurch sowie 4Fernwanderwege.
Schwangau wird auch das „Dorf der Königsschlösser“ genannt, da es in der Nähe der weltbekannten Königsschlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein liegt, deswegen gab man dieser Gegend in Bayern auch den Beinamen „Königswinkel“.
Man erreicht Schwangau mit Bahn, Bus oder Auto sehr gut. Die Autobahn A7 Ulm/Kempten z. B. endet ca. 18 km vor Füssen. Von da an geht es über gut ausgebaute Landstraßen entlang der Alpen über Füssen nach Schwangau.


II. Geschichte

Die Bezirksstadt Füssen war schon im Altertum eine Station an der Römerstraße „Via Claudia Augusta“. Von dort aus führte der Weg aus Oberitalien weiter nach Kempten oder Augsburg.
Der Lech war eine Wasserstraße, die den Warenaustausch per Floß ermöglichte.


III. Landesnatur

Schwangau ist eingebettet in Berge und Seen.


1. Berge


Hohe Berge gruppieren sich um Schwangau:
· Säuling (2047m)
· Hochplatte (2078m)
· Branderschrofen (1881m)
· Pilgerschroffen (1759m)
· Tegelberg (1730m)

120 km lange Wanderwege durchs Ammergebirge laden zum Wandern ein.
Der wildromantische Anstieg durch die Pöllachschlucht zur Marienbrücke ist besonders lohnenswert. Zu einer solchen Bergwanderung gehört auch eine Brotzeit in einer der vielen Berghütten wie z.B. Drehhütte (oberhalb des Tegelbergs), Rohrkopfhütte und die sog. Bleckenau (ehemals königliche Jagdhütte von König Ludwig II. von Bayern):


Besonders der Tegelberg ist Anziehungspunkt für viele Sportler.
Im Sommer starten viele Drachenflieger und Gleitschirmflieger wegen der sehr guten Thermik von dort aus.
Im Winter ist er ein Paradies für Skisportler. 1 Großkabinenbahn (Tegelbergbahn) und 4 Schlepplifte erschließen die Pisten, wo die Großen und die „Zwergerl“ ihre Runden drehen können. Außerdem gibt es zahlreiche Rodelbahnen mit unterschiedlichen Schweregraden.
Besonders beliebt bei den Rodlern sind die Rodelstrecken von der Drehhütte und der Bleckenau hinunter ins Tal. (s. Karte).
Die Tegelberg-Skischule unterrichtet in allen Sparten und Schwierigkeitsgraden.
Für Skilangläufer gibt es 5 Loipen zwischen 3 und 12 Kilometern, die ständig gespurt werden.


2. Seen

4 Seen gruppieren sich um Schwangau.
(s. Karte auf S. 3)

· Alpsee
· Schwansee
· Forgensee
· Bannwaldsee

Der Alpsee am Fuß der Königsschlösser ist 62m tief, glasklar und von smaragdgrüner Farbe. Er ist eingebettet in Felswände und bewaldete Hänge.


Der Schwansee mit seinem Moorwasser liegt etwas abgelegen im Wald und ist sehr flach.

Die Regierung von Schwaben hat das Gebiet um den Bannwaldsee zum 500. Naturschutz-Gebiet in Bayern erklärt, weil das Gebiet eine Rarität mit besonderen Blumen und seltenen Schmetterlingen ist. Die Schilfzonen um den See sind Brutplatz vieler, zum Teil gefährdeter Wasservogel. Deshalb ist in diesem See tauchen mit Tauchgeräten verboten.
Außerdem ist der Bannwaldsee das übriggebliebene Stück eines riesigen Gletschers der Eiszeit.
Der Forgensee ist der viert größte See Bayerns. Er ist kein natürliches Gewässer, sondern wurde in den 50iger Jahren erstmals aufgestaut. Zwei Dörfer hat er in seinen Fluten verschlungen: Forggen und Deutenhausen. Heute ist er von Mitte Juni bis Ende Oktober aufge-staut. Auf dem Forgensee kann man auf 16 qm2 segeln und surfen.


IV. Klima

1985 erhielt Schwangau die Auszeichnung „Heilklimatischer Kurort“ .Das bedeutet:
Heilklima ist Reizklima.
Ausgeprägte Temperaturwechsel aktivieren den Stoffwechsel und mobilisiert die körpereigenen Abwehrkräfte. So erfrischt ein kühler Bergwind nach heißen Sommertagen. Kurze und kräftige Regengüsse klären die Luft. Im Winter wird es nachts eisig kalt und am Tag bringen stabile Hochdrucklagen strahlenden Sonnenschein.
Diese Wetterlage brachte die römischen Eroberer dazu sich am Rande der Alpen niederzulassen und eine Siedlung zu bauen. Zu dieser Siedlung gehörte auch ein typisches römisches Badehaus mit je einem Becken für kaltes, warmes und heißes Wasser. Darin gab es außerdem eine Fuß- und Wandheizung. Noch heute ist diese Ausgrabungsstätte am Fuße des Tegelberges zu besichtigen.
Quellenangaben des Verfassers
1. Albrecht, Günter: Seine Majestät der König (aus dem Leben Ludwigs II. von Bayern) München: Ebenwirth, 1995.
2. http:www.muenchen-flughafentransfer.de/Fuessen.htm.: Stadt Füssen im Königswinkel am Ende oder Anfang der Romantischen Straße.
3. Reiseprospekt: Schwangau, Dorf der Königsschlösser (Kurverwaltung Schwangau)