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1644 Estland Geographie 8 2 3046
Kurzbeschreibung
Kurzreferat mit strukturdaten
Inhalt des Referats
Estland Landesnatur Estland ist das nördlichste und kleinste der drei baltischen Länder. Zu seinem Territorium gehören mehr als 70 Inseln vor der stark gegliederten Ostseeküste. Die größten Inseln sind Ösel und Dagö. Estland ist ein eiszeitlich geformtes, ebenes bis flachwelliges Land mit vielen Seen, Sümpfen und Mooren. Durch den größten See, den Peipussee, verläuft die Grenze zu Russland. Die höchste Erhebung des Landes bildet mit 318 m der Suur Munamägi im südlichen, zum Baltischen Landrücken gehörenden Moränenhügelland. Die Wälder (vor allem Kiefern, Fichten und Buchen) sind zwar inzwischen stark gelichtet worden und mussten z. T. Ackerflächen und Wiesen weichen, nehmen aber noch rund zwei Fünftel der Landesfläche ein. Das Klima ist gemäßigt kontinental und im Norden recht rau. In Tallinn beträgt die langjährige Jahresmitteltemperatur +5,2°C, wobei im Sommer Werte um +30°C, im Winter um -30°C auftreten können. Zu allen Jahreszeiten fallen ausreichende Niederschläge. Bevölkerung Die Bevölkerung setzt sich aus 65% Esten, 28,5% Russen, 3% Ukrainern sowie 1,5% Weißrussen und 1% Finnen zusammen. Der überwiegende Teil der Gläubigen gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an. Rund 69% der Bevölkerung leben in Städten. Außer der Hauptstadt Tallinn ist Tartu die einzige Großstadt. Estland gehört zu den Ländern mit einer rückläufigen Bevölkerungszahl; die durchschnittliche Zuwachsrate lag in den Jahren 1990-2000 bei -1,1%. Ursachen hierfür sind die niedrige Geburtenrate und die hohe Abwanderung der Russen in ihr Heimatland. Das Bildungswesen ist außerordentlich gut entwickelt. Von den neun Universitäten Estlands wurde die älteste 1632 in Tartu gegründet. Wirtschaft und Verkehr Die Wirtschaft Estlands basiert auf der vielseitigen Industrie und der Nutzung der reichen Ölschiefervorkommen. Die Industrie, in der rund ein Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt ist, ist auf die Hauptstadt Tallinn konzentriert. Zu den führenden Industriezweigen gehören Maschinenbau, Fischverarbeitung, Textil-, Holz-, Nahrungsmittel- und chemische Industrie. Die aufgrund des begrenzten Binnenmarktes stark exportorientierte Industrie weist hohe Wachstumsraten auf. Außer den Ölschiefervorkommen verfügt Estland nur über geringe Bodenschätze: Torf, Phosphorite, Kalkstein und Dolomit. Die Landwirtschaft liefert vor allem Kartoffeln und Getreide. Von Bedeutung ist auch die Viehwirtschaft (Rinder- und Schweinezucht, daneben auch Schaf-, Ziegen- und Geflügelhaltung) sowie die Fischerei (vor allem Heringe). Wichtigste Außenhandelspartner sind Finnland und Schweden. Das Straßennetz (10 900 km) wird durch den Bau von Autobahnen weiter verbessert. Von großer Bedeutung ist die Seeschifffahrt mit Tallinn, Narva und Pärnu als den wichtigsten Häfen. Zwischen Estland und Finnland bestehen regelmäßige Fährverbindungen. Tallinn verfügt über einen internationalen Flughafen.
Quellenangaben des Verfassers