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2199 Trockensavanne Geographie 11 2 26747
Kurzbeschreibung
Kurzvortrag
Inhalt des Referats
Trocken- und Dornsavanne Definition • Trocken- und Dornsavanne sind Landschaftszonen, die zu den Trockentropen gehören. • Trockentropen und Feuchttropen sind durch die tropische Trockengrenze getrennt. • Die Feuchtsavanne geht allmählich in die Trockensavanne über, hier überwiegt aber die Verdunstung über den Niederschlag. • Die Grenze zwischen Trocken- und Dornsavanne ist ebenfalls fließend, und teilweise sind beide Landschaftszonen kaum auseinander zu halten. • Die Dornsavanne geht dann allmählich in die tropischen Halbwüsten und Wüsten über. Verbreitung • Das Verbreitungsgebiet der Trocken- und Dornsavanne erstreckt sich zwischen dem 9ten und 18ten Breitengrad, • über weite Teile Afrikas, • aber auch über Asien (indischer Subkontinent), • dem nördlichen Australien, • sowie kleineren Gebieten in Süd- und Mittelamerika (z.B. Mexiko). Klima • In der Trockensvanne gibt es 4½ bis 7 humide Monate, • in der Dornsavanne nur 2-4½ humide Monate. • Es gibt keinen Monat mit einer Durchsschnittstemperatur von unter 18°C, • und es herrscht ein thermisches Tageszeitenklima. • In der Trocken- und Dornsavanne gibt es wie bei der Feuchtsavanne auch eine Regenzeit (Sommer) und eine Trockenzeit (Winter). • Im Vergleich zur Feuchtsavanne fällt die Trockenzeit aber wesentlich länger aus. • Bei den Niederschlägen in der Regenzeit, handelt es sich um Zenitalregen, die durch die Passatzirkulation erzeugt werden. • In der Regenzeit fallen zwischen 300 und 1000mm Niederschlag. • Neben diesen Wechsel von Regen- und Trockenzeit ist eine hohe Niederschlagsvariabilität zu erkennen. (Sahel-Zone 30%) • Der Einstrahlungshaushalt in Trocken und Dornsavanne ist stark positiv Boden • Die Böden der Trocken- und Dornsavanne unterscheiden sich deutlich von denen der Feuchtsavanne. • Sie sind nicht so ausgewaschen, und unterliegen nicht so starken chemischen Verwitterungsprozessen, sondern werden eher physikalisch durch die Trockenheit und die hohe Sonneneinstrahlung zersetzt. • Sie sind daher nährstoffreicher, und eher von Salzen und Karbonaten bedeckt. Häufig kommt es zur Krustenbildung. • Mit Zunahme der Trockenheit kommt es o zur Abnahme der Bodenmächtigkeit, o zur verstärkten Karbonatisierung o zur Abnahme der Tonmineralbildung • Tonige Böden sind nicht so gut in der Lage Wasser zu speichern, wie sandige oder steinige Böden. Die Verdunstung ist dort wesentlich größer und die Böden sind nicht so fruchtbar. Vegetation • Regengrüner, laubwerfender Trockenwald o 8-20m hohe Bäume o einschichtig, nicht dornig o knorrige Stämme und dicke, rissige Borke o in der Trockenzeit wirken sie kahl und braun o fiederblättriges Laub o weitständig • Niedrige Grasflure mit laubwerfenden Bäumen o 1-2m hohe Gräser o vereinzelte fiederblättrige Bäume • Dornbaum-Sukkulenten-Wald o Sukkelente sind wasserspeichernde Organe der Holzpflanzen o Blatt- und Sprossorgane sind zu Dornen umgewandelt (kleinblättrig) o Dornige Feinfiederlaub-Schirmbäume o Stammsukkulente Kerzen- oider Kandelaberbäume o Wasserholzige, tonnenstämmige Fallaubbäume o Bäume mit Dornblattspitzen • Dornstrachsavanne o Niedrige Gräser (30cm – 1m) o Teils verkrustete Böden ohne Vegetation Sahelzone • Die Sahelzone ist eine in Afrika liegende, semiaride, langgestreckte Übergangszone an den Südgrenzen der Sahara. • In diesem Gebiet gibt es in Abständen von wenigen Jahren schwerwiegende Dürren, die durch die hohe Niederschlagsvariabilität verursacht werden. • Sahel ist arabisch und heißt Ufer und bezieht sich auf die spärliche Vegetation des Sahel, die dem Saharadurchquerer wie die Küste des Sandmeeres vorkommt. • In der Sahelzone gab es zwei schwerwiegende Dürren (1969-1973) und (1983/1984) • Auf der Weltwüstenkonferenz in Nairobi 1977 wird der Begriff Desertifikation (Lehnbegriff aus engl. Desert=Wüste) erfunden, welcher die Verschlechterung des Bodens in ariden Gebieten beschreibt. o Durch Desertifikation werden die Wüstengebiete vergrößert o Niederschlagsvariabilität nimmt zu o Boden ist noch größeren Klima-Extremen (lange Dürreperioden gefolgt von heftigen Regen) ausgesetzt, was die physische Verwitterung beschleunigt. o Auswirkungen auf angepasste Vegetation und Lebensweise der Ureinwohner. o Grund: Wirken des Menschen (anthropogen ausgelöster Prozess) o Haupteingriff: Überweidung (extensive Weideflächennutzung)  Viehbestand pro Fläche ist zu groß.  Boden wird aufgelockert.  Folge: Zunehmende Erosion; Pflanzenwuchs wird Basis entzogen o Hauptgrund: Entwaldung (Rodung für Aackerbau- und Weideplatzgewinnung) o 2. Grund: Unangepasste Ackerbaunutzung  Verkürzte Brachezeiten,  Fehlerhafte Bewässerungstechniken,  Chemische Stoffe wie Dünger oder Pestizide
Quellenangaben des Verfassers