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840 Menschenrassen Geographie 12 2+ 9782
Kurzbeschreibung
Menschenrassen (Anthropologie)
Inhalt des Referats
[b]Menschenrassen (Anthropologie)[/b] 80 000 - 150 000 Jahren Wiege des modernen Menschen (Geschichte des Homo sapiens sapiens) = Afrikanische Grabenbruch → anatomische Modernität entstand in Afrika Europa: Entstehung der Neandertaler → verschwanden vor etwa 27 000 Jahren auf ungeklärte Weise Andere Weltteile: anatomisch sehr altertümliche Nachfahren des Homo erectus → verschwanden nach Jahrhunderttausenden erfolgreichen Überlebens → unklar: Opfer unseres Siegeszuges oder Vermischung innerhalb der Arten Homo sapiens sapiens breitete sich über ganze Erde aus: Vor etwa 100 000 Jahren : Ost- und Nordafrika Vor etwa 40 000 Jahren : Europa und Asien Zuletzt : Amerika → Gründe: Mut zum Aufbruch Klimaumschwünge Bevölkerungsdruck 1. Menschenrassen - Biologisch-genetische Zugehörigkeit zu 1 Gruppe → Individuum gehört 1 Rasse an - Vorgeschichtliche Zeit: Mobilität der Menschen viel geringer → Heirat meist innerhalb lokaler Gruppen und Nachbarn → Entwicklung der verschiedenen Rassen tendenziell in geographisch begrenzten sozialen Einheiten → Vererbung der Eigenschaften - Vielfalt der Gattung Mensch - fließende Grenzen zwischen den vermeintlichen Rassen 2. Anpassung an die Umwelt - Unterscheidung voneinander: Individuen verschiedener Kontinente und kleinerer geographischer Einheiten - Unterschiede beziehen sich z. B. auf erbliche Merkmale → Widerspiegelung der Umwelt, in der die Vorfahren der Individuen viele Generationen lang gelebt haben - Menschen können sich mit ihrem Organismus auf vielfältige Umweltbedingungen einstellen: - Temperatur - Höhe des Lebensraumes - Vorkommen bestimmter Nahrungsmittel/ Krankheitserreger 2.1 Temperatur und Höhe des Lebensraumes - organische Reaktion auf Belastung durch ein heißes Klima → Absonderung von Schweiß → verschiedene Rassen: keine Unterschiede in Anzahl der Schweißdrüsen und dieselben körperlichen Reaktionen auf Kälte - deshalb: Völker aus heißen, trockenen Klimazonen → Schutzeinrichtung vor zu hohem Wasserverlust: - krauses, dicht gelocktes Kopfhaar → hält Schweiß zurück → Kühlung des Körpers durch Verdunstung - hohen, schlanken Körperbau → Schutz vor starker Sonneneinstrahlung - dunklere Hautpigmentierung - Völker aus arktischen Regionen (Eskimo, Lappen, Sibiriern): - kompakter Körperbau → Körperwärme konservieren - helle Haut → weniger anfällig für Frost - schmale Nase → bessere Erwärmung kalter Luft bevor sie in Lungen einströmt - über Jahrmillionen: Individuen mit günstigen Anpassungen an Hitze und senkrecht auftreffende Sonnenstrahlen → Selektionsvorteil für das Überleben in tropischen Regionen wie Südasien, der südlichen Sahara, anderen Regionen Afrikas - Anpassungen des Menschen an klimatische Bedingungen, auch kultureller Natur (Kleider, Häuser, Feuer,…) - Große Höhen → stärkere Belastung der menschlichen Atemorgane - Deshalb: Völker in höher gelegenen Regionen - größeren Brustkorb - größere Lungenkapazität - gut entwickeltes Atmungssystem 2.2 Ernährung und Krankheiten - Reaktionsweise auf Nahrungsangebot kompliziert → Ernährung beeinflusst durch kulturelle Faktoren → Auswirkung auf Beschaffung und Einteilung der Nahrung - Anpassung an eine Krankheit → genetischen Merkmalen 3 Aufspaltung in Großrassen - Indianide, Mongolide, Negride, Europide, Australide - Ausbreitung → Anpassung an unterschiedliche Lebensbedingungen - Herausbildung körperlicher Unterschiede, unterschiedliche Sprachen (ca. 3000), Religionen, Formen des sozialen Zusammenlebens - Gemeinsamkeiten: - Lächeln = Ausdruck der Freude, Form der Kontaktaufnahme - Weinen = Ausdruck des Schmerzes, Trauer - Ablehnung und Aggression gegenüber Fremdartigem, Fremdem → angeborenes Verhalten (von Genen beeinflusst) 4 Geographische Verteilung 4.1 Europide - dunkle bis sehr helle Haut (lässt genügend UV-Strahlung hindurch → für Bildung des Vitamin d verantwortlich) - generell hellere Pigmente als jedes andere Volk der Welt - Haarfarbe von schwarz bis aschblond (in südlichen Teilen Europas am dunkelsten) - starke Körperbehaarung - Blutgruppe B am häufigsten in Osteuropa, Nahen Osten - Blutgruppe A am häufigsten an Rändern Europas - Körperwuchs, -fülle in Nordeuropa am höchsten - LB von 1885: kurzköpfig, hohe gewölbte Stirn, abgerundeter Hinterkopf große, offene Augen, schöngeformte Nase, kleiner Mund mit senkrecht gestellten Zähnen, starker, voller Bart, weiches, glattes o. großlockiges Haar 4.2 Mongolide - klein und zierlich - Hautfarbe: gelb - gelb-bräunlich - rötlich braun - glatte, schwarze Haare - breites, flaches Gesicht - spärlicher Bartwuchs und eine Hautfalte, der Mongolenfalte (Epikanthus) → bedeckt inneren Augenwinkel → mandelförmiges Aussehen des Auges - niedrige Nasenwurzel - geringe Körperbehaarung - kurze Gliedmaßen, gedrungener Körperbau → an niedrige Temperaturen angepasst - Völker Südostasiens generell kleiner, dunkler und schlanker als weiter nördlich Lebende - In gesamten Geschichte dieser Region → Wanderung und Vermischung der Menschen - LB 1885: kleine schiefgestellte, am Innenwinkel herabgezogene Augen kurze, niedrige, am Ende breitere Nase, weitgeöffnete Nasenlöcher kräftiges Gebiss, schlaff herabhängendes Haar 4.3 Indianide - glattes, schwarzes Haar und großflächige Gesichter mit einigen besonderen Merkmalen der Zähne wie Ostasiaten - kurze Stirn, schwarzes, glattes Haar, hagere Statur, kleine Hände und Füße - starke Häufigkeit der Blutgruppe 0 4.4 Negride - meist als Neger bezeichnet worden (Zuweisung eines unteren sozialen Status) - dunkelhäutig - geringe Gesichts- und Körperbehaarung, wulstige Lippen, breite Nase mit kräftigen Nasenflügeln - melaninreiche Haut → Schutz vor zu hohen UV Strahlung - Westafrika: stark pigmentierte, also dunkle bis fast schwarze Haut, schwarze Haare und Augen, drahtiges, dicht gelocktes Haar, breite Nasen, vorstehende Vorderzähne und wulstige Lippen - Südafrika: häufig Mischformen, Überlebende der San (Buschmänner) = Jäger- und Sammlervolk: von kleinem Wuchs, nicht sehr dunkel (Mbuti oder Bambuti: kleinste Volk der ganzen Welt; Watusi: sind außergewöhnlich groß und schlank) - Schwarze in den USA und in anderen Teilen der Neuen Welt: gemischter Abstammung → 4/5 afrikanischer Ursprung und ansonsten meist europäischer, aber auch indianischer Abstammung → Vermischung 4.5 Australide - Erstbewohner Australiens (Aborigines): dunkelhäutige Gruppe → nicht sehr eng mit afrikanischen Völkern verwandt - Körperlich und geistig auf tiefsten Stufe des Menschengeschlechts - Weit vorstehende Kiefer, schiefe Zähne, dicke Lippen, breite, herabhängende Nase, wolliges Kopfhaar, stark behaarter Rumpf, dünne Gliedmaßen SCHWIERIG: Einschätzung unterschiedlicher geographischer Herkunft, Vermischung und genetischen Veränderungen im Lauf der Evolution 5 Probleme und Kontroversen - Viele Individuen: mehr als einer Rasse oder auch gar keiner zugerechnet - Rasse = Zugehörigkeit zu einer Population, bezeichnet Personen mit derselben Gruppe von Vorfahren → Rassenmerkmale sind biologisch vererbt - Volkszugehörigkeit durch Lernen weitergegeben (Beispiele: Kultur und Sprache) - → Herkunft von Rasse, Sprache und Kultur mehr oder weniger voneinander unabhängig - Veränderung der Erbanlagen einer Gruppe z.Bsp. durch sexuelle Kontakte zwischen verschiedenen Gruppen oder Reaktion auf die Umwelt, die sich ebenfalls ständig verändert - Grenzen zwischen den einzelnen Rassen verlaufen fließend - Rasse oft missbraucht worden; Missdeutung: - Sklaverei - Apartheid - Zeit des Nationalsozialismus → Behauptung: Menschenformen: stammesgeschichtlich weit von- einander entfernt und von verschiedenen Urformen abgeleitet - Auch heute: rassistische Verhaltensweisen → beruhen auf subjektiv herausgepickten und oberflächlich zu erkennenden biologisch-genetischen Unterscheidungsmerkmalen (z. B. schwarze Hautfarbe) → obwohl: ein ganz anderer, meist soziologischer, politischer oder kultureller Grund steht hinter den oftmals mit aller Brutalität ausgetragenen Konflikten
Quellenangaben des Verfassers
keine Angaben