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87 Mosambik Geographie 5 1-2 2212
Kurzbeschreibung
Über das Land Mosambik
Inhalt des Referats
Mosambik

Mosambik ist ein großes Land an der Südostküste Afrikas. Im Südwesten grenzt es an Südafrika und Swasiland, im Westen an Simbabwe und Sambia, im Norden an Tansania, und Malawi schiebt sich wie ein Keil zwischen West- und Nordmosambik. Die Ostküste liegt der Insel Madagaskar gegenüber, mit der sie die Straße von Mosambik verbindet.
Erdteil: Südostafrika
Offizieller Name: República de Moçambique (Republic of Mozambique)
Staatsführung: Präsident (Generalmajor Joaquim Alberto Chissano, seit 1986)
Fläche:801.590 km2 (Weltrang 34), davon 18% Wald und Buschland, 4% Ackerland, 55% Wiesen und Weiden
Ausdehnung:N-S 2000 km, W-O 50 bis zu 600 km
Hauptstadt: Maputo
Landessprachen: Portugiesisch als Amts- und Verkehrssprache, ansonsten afrikanische Sprachen
Währung: 1 Metical = 100 centavos
Bevölkerung: 19 286 000
Bevölkerungsdichte : 24,1 Menschen je km2
Religionszugehörigkeit: örtliche 47.8%; Christen 38.9% (davon Katholiken 31.4%); Muslime 13.0%; andere 0.3%.
Nationalfeiertag: 25. Juni
Klima: Das Klima ist im Süden subtropisch, in den anderen Landesteilen wechselfeucht tropisch
BSP/Kopf:80$
Inflation: 5%
Bev-Wachstum:2,6%
Rohstoffe: Cashewnüsse, Baumwolle, Zuckerrohr, Kopra, Zitrusfrüchte, Fischereiprodukte, Kohle


Kultur

Mosambik ist ein Schmelztiegel arabischer, afrikanischer und europäischer Traditionen. Das Zusammenspiel der drei Kulturkreise wird in der Architektur der Städte rasch deutlich, wo neben wenigen arabisch-islamischen koloniale und afrikanische Bauwerke stehen.
Flagge:Im April 1983 offiziell eingeführt. Grün = fruchtbarer Boden, Rot = Freiheitskampf, Schwarz = afrikanischer Kontinent, Gelb = Bodenschätze.


Schwerpunkt: Kolonisation und Sklaverei

2. März 1498 Vasco da Gama landet auf der Insel Mosambik. Damit beginnt der portugiesische Einfluss im Raum des Indischen Ozeans.

Im 16. Jahrhundert errichten die Portugiesen in Mosambik Handelsstützpunkte und dringen immermehr ins Landesinnere vor. Anfang des 17.Jahrhunderts werden portugisische Schiffe, die mit Edelsteinen beladen sind, oftmals Ziele, britscher und niederländischer Angriffe.Zum Ende des 17/Anfang des 18.Jahrhunderts wird der arabische Einfluss an der afrikanischen Ostküste groß. Jedoch währt der arabische Einfluss nicht lang, und die Portugiesen gelangen wieder an die Macht.
18. Jahrhundert:Kolonisation&Sklaverei
Die portugiesische Regierung fördert die Kolonisierung des Landes durch Europäer, indem sie Land zu günstigen Konditionen vergibt – man bezeichnet dies als prazo-System. Das System knüpft an feudale europäische, noch mehr aber an afrikanische Herrschaftskonzepte an. Die afro-portugiesischen prazeros erlangen einflussreiche Stellungen in den afrikanischen Klientelsystemen. Die prazos gehen auf die informellen Herrschaftsbereiche einzelner fidalgos (Edelleute, Ritter) im 17. Jahrhundert zurück. Als förmliches Kolonisationsprojekt im Sinne des portugiesischen Staates scheitert das Konzept, aber es garantiert die indirekte portugiesische Herrschaft.

Zur selben Zeit nimmt der Sklavenhandel in Ostafrika zu, nachdem die Franzosen auf ihren Kolonien im Indischen Ozean den Zuckerrohranbau verstärken. Offiziell ist der Handel mit den Franzosen zunächst verboten, doch angesichts der lockenden Gewinne entwickelt sich umfangreicher Schmuggel. 1785 genehmigt Portugal den Handel mit den Franzosen auf der Insel Mosambik, um ihn unter staatliche Kontrolle zu bekommen.

Während der Napoleonischen Kriege ist der Sklavenhandel mit Franzosen verboten. 1811 wird er für die ganze mosambikanische Küste wieder freigegeben. Die Nachfrage kommt jetzt vor allem aus Brasilien, Kuba und den Vereinigten Staaten. 1830 wird der Sklavenhandel mit Brasilien auf britischen Druck hin offiziell verboten, 1836 erfolgt ein allgemeines Verbot des Sklavenhandels. Der Schmuggel besteht jedoch bis in die 1860er Jahre fort.


25 Juni, 1975: Unabhängigkeitstag Mosambiks von Portugal.

Die Jahrhundertelange Ausbeutung und Besetzung des Landes hinterließen tiefe Spuren.Mosambik, einerseits von Umweltkatastrophen und politischen Unruhen, andererseits von Dürren und Nahrungsmängel ausgebeutet, gehört heutzutage zu den ärmsten Ländern der Welt und ist wie auch Äthiopien und einige andere Dritte Welt Staaten auf Hilfe von Außen abhängig.
Quellenangaben des Verfassers
http://www.google.de