ID Thema Fach Klasse Note Downloads
902 Rumänien Geographie 9 2 4270
Kurzbeschreibung
Inhalt des Referats
Geschichte 106 n. Chr. Provinz Dacia wird Römischem Reich eingegliedert, Bevölkerung sprachlich und kulturell romanisiert. 271 n. Chr. Rückzug der Römer unter dem Druck germanischer Wanderstämme ; es folgt eine wechselnde Herrschaft von Goten, Hunnen, Bulgaren, Awaren, Petschenegen, Komanen und Tataren. 900 n. Chr. Transsilvanien kommt unter den Einfluss von Ungarn. 14. Jh. Fürstentümer in der Moldau (östlich des Karpatenbogens) und der Walachei (südlich des Karpatenbogens) sind gezwungen, die türkische Oberhoheit anzuerkennen und Tribut zu zahlen.In den Kämpfen gegen die Türken zeichneten sich besonders die Fürsten Stefan der Große (1457-1504, Moldau) und Michael der Tapfere (1593-1601, Walachei) aus. Ab 1821 Griechischer Unabhängigkeitskrieg, "Donaufürstentümer" versuchen zwischen Russland, Habsburg und dem zerfallenden Osmanenreich, nicht wieder in einseitige Abhängigkeit zu geraten. 1862 Vereinigung der beiden Fürstentümer Walachei und Moldau unter dem Namen Rumänien. 1878 Berliner Kongress: internationale Anerkennung von Rumänien als Königreich (unter einem Hohenzollernprinzen) 1916 Teilnahme am Ersten Weltkriegs auf alliierter Seite; am Ende werden Bessarabien (heute Republik Moldau) im Nordosten, Siebenbürgen im Norden und das Banat im Südwesten sowie die Dobrudscha im Osten angegliedert. 1930er Faschistische Bewegungen ("Eiserne Garde", "Front der Nationalen Wiedergeburt"). 1940 Sowjetunion erzwingt aufgrund des Hitler-Stalin-Pakts die Abtretung Bessarabiens und der Nordbukowina. Im August dekretiert Hitler im "Wiener Schiedsspruch" die Rückgabe von Nord-Siebenbürgen an Ungarn, Bulgarien erhielt die Süd-Dobrudscha. In Rumänien werden deutsche Truppen stationiert. König Carol II muss das Land verlassen, sein Sohn Michael I besteigt den Thron.Antonescu errichtet eine faschistische Diktatur und beteiligt sich 1941 am Überfall auf die Sowjetunion. Bessarabien und die Bukowina werden zurückerobert, dazu als "Transnistrien" ein Teil der Ukraine Rumänien angegliedert. 23.08.1944 Antonescu wird durch König Michael gestürzt. Das Land wird der Sowjetarmee geöffnet, Deutschland der Krieg erklärt. 1947 In der ursprünglich linksbürgerlichen Regierung von Ministerpräsident Groza gewinnen die Kommunisten Einfluss. König Michael wird zur Abdankung gezwungen und die Volksrepublik ausgerufen. 1955 Rumänien tritt dem Warschauer Pakt bei . 1958 Die letzten sowjetischen Truppen verlassen das Land. 1965 Führer der kommunistischen Partei und erster Mann im Staate ist zunächst Gheorghiu Dej, nach dessen Tod 1965 Nicolae Ceausescu Dezember 1989 Aufstand gegen Diktatur Ceausescus, der nach kurzem Standgericht zusammen mit seiner Frau erschossen wird. Die Macht übernimmt die "Front der Nationalen Rettung", die sich später in eine Partei umwandelt und die Wahlen vom Mai 1990 gewinnt.Präsident wird Ion Iliescu, der in der Ceausescu-Zeit zum Zentralkomitee, jedoch nicht zum engsten Machtzirkel um Ceausescu gehörte. Juni 1990 Demonstrationen; Regierung ruft Bergarbeiter nach Bukarest, die unter Beteiligung des ehemaligen Sicherheitsdienstes die Demonstrationen auflösen. Rumänien bleibt mehrere Monate international isoliert. 1991 Im September erneut Bergarbeiter-Unruhen. Der Ministerpräsident Petre Roman muss zurücktreten. Im Dezember verabschiedet das Parlament eine rechtsstaatliche Verfassung. 1992 Wiederwahl von Präsident Iliescu, der sich auf seine "Partei der Sozialen Demokratie Rumäniens" (PDSR), der Nachfolgerin der "Front zur nationalen Rettung" von 1989 stützt. Im Frühjahr 1992 spaltet sie sich. Der für radikalere Reformen eintretende Flügel unter Petre Roman geht als "Demokratische Partei" (PD) in die Opposition; Minderheitsregierung unter Nicolae Vacaroiu 1994 Die (nationalistische) Partei der Nationalen Einheit (PUNR) tritt in die Regierung ein. November 1996 Opposition gewinnt Parlamentswahlen mit 54%. Stärkste Gruppierung ist der Demokratische Konvent, der seinerseits aus der Christlich-Demokratischen Bauernpartei (PNTCD), der Nationalliberalen Partei (PNL), einer weiteren liberalen Splitterpartei und einer kleinen ökologischen Partei besteht. Professor Emil Constantinescu gewinnt mit 54,4 % der Stimmen die Präsidentschaftswahlen. November 2000 PDSR unter Iliescu gewinnt die Parlamentswahlen (155 Abgeordnete).Bisherige Regierungskoalition erleidet verheerende Niederlage:- PD 31 Abgeordnete,- PNL (Liberale) 30 Abgeordnete,- Ungarnverband UDMR 27 AbgeordneteDer konservative Demokratische Konvent (der ohne die PNL angetreten war) kommt nicht ins Parlament.Extremistische Großrumänienpartei PRM wird mit 84 Abgeordneten größte Oppositionspartei. Dezember 2000 Bildung einer Minderheitsregierung unter PM Nastase, die die Unterstützung des Ungarnverbandes, der PNL und der meisten Abgeordneten der kleinen Minderheiten erhielt.Der PDSR-Vorsitzende Iliescu wird, im zweiten Wahlgang auch von bürgerlichen Parteien unterstützt, vor seinem rechts-nationalistischen Gegenspieler Tudor von der Großrumänienpartei (PRM) mit deutlicher Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Familienstruktur: Rumänen auf dem Land heiraten relativ früh. Früher warteten junge Leute in der Stadt mit der Hochzeit, bis sie ihr Studium oder eine andere Ausbildung beendet hatten. In jüngerer Vergangenheit heirateten sie jedoch oft schon im letzten Schuljahr, da Verheiratete leichter eine Wohnung und Arbeit in der Stadt bekamen. Städtische Familien sind aufgrund des knappen Wohnraums und der höheren Lebenshaltungskosten in Rumäniens Städten meist kleiner als auf dem Land. Der Vater ist das Familienoberhaupt. Die meisten Frauen sind berufstätig und gleichzeitig für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig, während Männer selten bei der Hausarbeit helfen. Oft leben die Großeltern bei ihrer Familie. Unter dem Ceausescu-Regime mussten viele Familien leiden: Viele Kinder verloren ihre Eltern, und Tausende ländlicher Häuser und Bauernhöfe wurden abgerissen und ihre Bewohner in moderne Hochhäuser mit kleinen Wohneinheiten umgesiedelt. Umgangsformen: Erwachsene begrüßen einander oft mit einem Händeschütteln. Dabei wartet ein Mann, bis eine Frau ihm ihre Hand entgegenstreckt. In Städten kommt es vor, dass Männer einer Frau die Hand küssen. Auf dem Land ist es üblich, jeden persönlich und sogar Fremde zu grüßen. Traditionell werden Vornamen nur von Freunden und Verwandten sowie von Erwachsenen bei der Anrede von Kindern benutzt. Es ist üblich, einen Titel (Doktor, Professor) vor dem Nachnamen zu verwenden. Gästen wird in der Regel Kaffee, Tee, Schnaps oder ein Wein aus der Umgebung oder eine andere Erfrischung angeboten. Wenn man zum Abendessen eingeladen wird, freuen sich die Gastgeber über einen Strauß Blumen oder ein anderes Geschenk. An Wochentagen dauern Besuche meistens nicht länger als bis 23.00 Uhr, da die Arbeit früh morgens beginnt.
Quellenangaben des Verfassers