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2469 Schriftl. Ausarbeitung: In welcher Gesellschaft leben wir Sozialkunde 11 1- (13 MSS-Punkte) 5997
Kurzbeschreibung
Schriftliche Ausarbeitung zum Thema Gesellschaften
Inhalt des Referats
GESELLSCHAFTEN – zwischen Wissen und Risiko
„Leben wir in einer Risikogesellschaft?“
„In welcher Gesellschaft leben wir heute?“


Wenn man sich fragt, in welcher Gesellschaft man eigentlich lebt, wird man keine genaue Antwort finden, denn wir leben nicht ausschließlich in einer, sondern in mehreren, also in einer Mischform von Gesellschaften.
Doch zunächst schauen wir uns eine einzelne Gesellschaft an, und zwar die Risikogesellschaft. Später werden wir feststellen, dass sich einer Gesellschaft nicht genau einer Gesellschaftsform zuordnen lässt.

Die Risikogesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass eine Sache, wie beispielsweise die Atomkraftwerke oder die Folgen der Genforschung nicht versichert werden können. Niemand kann gewährleisten, dass ein Atomkraftwerk am nächsten Tag noch steht. Solche Dinge stellen ein Risiko für die Gesellschaft dar und diese Gesellschaft lässt genau ein solches Risiko zu. Wir in Deutschland leben in solch einer Risikogesellschaft. Das Risiko wird durch uns zugelassen und wir verlassen uns auf Technik und Techniker. Wenn einmal ein Atomkraftwerk in Deutschland explodieren würde, dann wäre die Katastrophe perfekt. Ganze Landstriche würden einfach von der Landkarte verschwinden und man könnte nichts dagegen ausrichten – und Schuld hätte die Gesellschaft.

Wir in Deutschland leben aber nicht nur ausschließlich in einer Risikogesellschaft, sondern – wie gesagt – in einer Mischform.
Da wäre zum einen die Wissensgesellschaft, die in unserer Gesellschaftsform vorkommt. Wissensgesellschaft bedeutet, dass ein Schwerpunkt auf der Bildung liegt und dass von ihr alles ausgeht. Ohne Bildung kein Wissen. Dahingehend wird sich unsere Gesellschaft meines Erachtens entwickeln und ist auch schon entwickelt. Genauso wie die Wissensgesellschaft sehe ich derzeit eine sehr multikulturelle Gesellschaft in Deutschland. Es gibt zwar immer wieder Vorfälle, die das anders darstellen, doch wenn man sich einmal die Sachlage ansieht merkt man, wie vieles in unserer Gesellschaft eigentlich multikulturell ist. Da sind einerseits die südländischen Kulturen, wie beispielsweise die Italiener, die einfach dazugehören. Es ist nicht mehr wegzudenken, wenn es bei uns keine Italiener gäbe. Beispielsweise würde es keine Pizzeria mehr geben und eine Pizza sieht man heutzutage sicherlich nicht mehr sofort als ausländisches Produkt, sondern ein „übliches deutsches Essen“. Jedoch sollte man bedenken, dass die Pizza aus Italien kommt und sie bei uns überwiegend von Italienern hergestellt wird.
Neben diesen Formen findet man auch Ansätze für eine globalisierte Gesellschaft. Die ganze Welt ist verbunden, die Wirtschaft, die Politik und die Menschen. Sind die Ölvorräte knapp, betrifft das die Menschen in Deutschland durch Preiserhöhung. Gibt es einen Krieg, so sind ggf. die Menschen (durch Einsätze der UNO,…) betroffen. Alles ist ein großes Netzwerk. Es sind jedoch nur Ansätze dieser Gesellschaftsform.

Risiko – wenn man diesen Begriff hört denkt man zunächst einmal an Glücksspiele oder an ein riskantes Manöver beispielsweise beim Autofahren. Die Sicherheit der Atomkraftwerke wird man wenn überhaupt erst später bemerken. Ein solches Risiko, dass ein Atomkraftwerk explodieren könnte, gibt es – wie bereits vorhin schon erklärt - auch in unserer Gesellschaft. Niemand kann ein Atomkraftwerk versichern. Niemand wird hundertprozentig garantieren können, dass ein Werk für einen festgelegten Zeitraum in Stand bleibt. Wenn es einmal zu einer Katastrophe kommen würde, könnte man nur sehr wenig dagegen ausrichten und das Risiko würde zum Dilemma werden.

Letztlich lässt sich zwar keine genaue Definition unserer derzeitigen Gesellschaftsform ausmachen, jedoch kann man Schwerpunkte benennen. Diese sind die Wissens-, die multikulturelle, die Risiko- und schließlich die globale Gesellschaft.
Gesellschaftsformen sind sehr unterschiedlich und eine Gesellschaft ändert sich ständig, jedoch setzen alle ein gemeinsames Fundament voraus, nämlich Freiheit und Meinungsfreiheit, denn ohne eine eigene Meinung oder durch einen freien Lebensstil würde es keine veränderbaren Gesellschaften geben, die sich entwickeln könnten, nur dann – wenn es diese Freiheit nicht gäbe – könnte man einer Gesellschaft eine Gesellschaftsform zuordnen.
Quellenangaben des Verfassers