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Titel:

maria stuart von friedrich schiller


  Note: 14   Klasse: 11









Arbeit: Friedrich Schiller – Maria Stuart

Gliederung:
1. Kurzbiographie Schillers
2. Person Maria Stuart und Elisabeth I.
3. Anlass
4. Zum Werk
Allgemein
Figurenkonstellation
Inhaltszusammenfassung (2.-3. Szene)
Schlüsselszene III/4
Inhaltszusammenfassung (4.-5. Szene
5. Veränderung Schillers zur historischen Gestalt
6. Marias Darstellung der „schönen Seele“
7. Fazit
8. Quelle


Kurzbiographie Schillers

- am 10. November 1759 in Marbach geboren
- am 9. Mai 1805 in Weimar gestorben
- 1759-1766: Kindheit in Marbach, Ludwigsburg und Loch
- 1767-1773: Lateinschule in Ludwigsburg
Vorbereitung Theologiestudium
- Besuch der strengen Militärakademie auf Befehl Herzog Karl Eugens ab 1773
 fast 8 Jahre
- 1773: Jurastudium
 Ende 1775: Wechsel zum Medizinstudium
- unter Eindruck und Dichtungen Klopstocks und Lessings entstanden erste lyrische und dramatische Versuche
- während Tätigkeit als Regimentsmedikus in Stuttgart ab 1780 führte er ausschweifendes Leben
- Schreibverbot für jegliche literarische Produktion vom Herzog
 floh nach Mannheim -> Frankfurt am Main -> Oggersheim, wo er einige Monate blieb
- 1783: Stelle als Theaterdichter in Mannheim
 keine Verlängerung der Anstellung: reiste umher und weilte eine Zeitlang beim Beamten Christian Gottfried Körner im sächsischen Loschwitz
- 1784: Ernennung zum Weimarischen Rat, ohne feste Bezüge
- 1785-1786: Aufenthalt bei Freunden in Leipzig und Dresden -> Geldnot
- wegen unglücklicher Liebe zu Henriette von Arnim: ging nach Weimar
- Auseinandersetzung mit historischen Themen und daraus folgende Studien
 durch Vermittlung Goethes 1789 Professur in Jena
- in Jenaer Zeit: Auseinandersetzung mit idealistischer Philosophie Kants
- weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch adlige Gönner angewiesen
- 22. Februar 1790: Heirat mit Charlotte von Leugefeld
- 1791: lebensgefährliche Erkrankung
 zwang ihn, Lehrtätigkeit aufzugeben
- in 1790er Jahren: Entwicklung äußerst gewinnbringender Freundschaft mit Goethe
 beide inspirierten sich gegenseitig
 haben beide ständig miteinander korrespondiert
 aus gemeinsamen Gesprächen, Projekten, Theorien und Werken entwickelte sich, der an Vorbildern der Antike und Renaissance orientierte Stil, „Weimarer Klassik“
- 1802: Erhebung in Adelsstand
- gilt als eine der zentralen Gestalten der deutschen Literaturgeschichte
- Werke: Räuber (1781)
Kabale und Liebe (1784)
Jungfrau von Orleans (1801)



Historische Person Maria Stuart und Elisabeth I.

Person Maria Stuarts:
- 7. oder 8. Dezember 1542 in Linlithgow (Schottland) geboren
- Vater: Jakob V. von Schottland
Mutter: Maria von Guise
- 14. Dez. starb Vater-> M. Königin
- verbrachte Kindheit in Frankreich
- geprägt: -katholischer Glauben
-Vorliebe für Tanz, Musik und Spiel
- 24. April 1558 Heirat mit Franz II.
- Franz wird Thronfolger
-> M. Königin von Frankreich(und Schottland)
- Maria I: stirbt Nov. 1558
- Elisabeth I. Nachfolgerin -> umstritten
- Maria erhebt Anspruch auf Thron
-> England schloss 1569 Vertrag von Edinburgh mit Schotten
- sollte Elisabeths Thron anerkennen
- Maria unterzeichnet nicht
- 1560 stirbt Franz II.-> Katharina von Medici wurde Königin von Frankreich
- M. geht nach Schottland zurück
- 1562 erkrankte Elisabeth I. an Pocken-> Wiederaufkommen der frage nach Thronfolger
- 29.6.1565 Heirat mit Engländer Lord Darnley(Cousin)
-> politische Gründe(stand engl. Thron sehr nah)
- vermutlich Liebesaffäre mit Privatsekretär Riccio
- Darnley wollte Mitkönigskrone
- M. wollte nicht geben
- Komplott gegen Königin
- gipfelte in Ermordung des Sekretärs
- Darnley schlechte Eigenschaften: Trunkenheit und Unzuverlässigkeit
-> sahen viele als Gefahr für Schottland
- 19. Juni 1566 Sohn Jakob geboren
- 10. Feb. 1567 Darnley ermordet
- umstritten ob mit Marias Wissen
- 15. Mai 1567 Heirat mit Grafen von Bothwell (stärkster Verdächtiger)
- M. mitverdächtigt
- Adelsaufstand der protestantischen Lords
- M. wird zur Abdankung gezwungen
- angeklagt(Mitschuld an Darnleys Tod)
- 29. Juli 1567 Jakob zum König gekrönt
- M. floh -> wiederrief Abdankung
- floh nach England-> wurde in Gewahrsam genommen
- Elisabeth I. spielt auf Zeit
- folgende Jahre-> viele Verschwörungen Zugunsten Marias
- z. B. „Northern Rebellion“ (1569), „Ridolfi- Komplott“(1572), Throgmorton- Komplott”(1583)-> beinhalteten Hochzeit mit Norfolk,kathol. Revolution in Engl.
- immer mehr Verschwörungen
- -> Einführung des „Act for the Queens Safety”- Gesetz zur Sicherheit der Königin
- gegen M. gerichtet
- „Barbington Verschwörung“(1586) wird zum Verhängnis
- soll M. befreit und E. getötet werden
- wurde E. bekannt -> Gerichtsverhandlung
- M. für schuldig befunden
- E. muss Todesurteil unterschreiben
- schob es vor sich her(Maria Verwandte, gesalbte Königin, Furcht vor Ausland)
- 8. Febr.1587 M. geköpft
- 1. Hinrichtung eines gesalbten Hauptes

Elisabeth I.:
- 7.9. 1533 geboren, Protestantin
- Vater: Heinrich VIII. / Mutter: Anne Boleyn
- 1536 Vater lies Ehe ungültig erklären
- Parlamentsbestimmung setzte Heinrich Sohn Eduart an 1. Stelle und Tochter Maria I. an 2. Stelle-> Elisabeth gestrichen
- 1544 Parlamentsbeschluss lies E. wieder einreihen-> 3. Stelle
- 1558 Königin von England und Irland
- blieb unverheiratet
- starb 24.3.1603

Konflikt:- Elisabeth eigentl. nicht erbberechtigt
- alle 3 Nachkommen Heinrich VIII kinderlos
-> M. durch Großmutter Thronerbin Elisabeths
- nach katholi. Verständnis: Ehe Heinrich VIII und Anne Boleyn rechtswidrig
-> Maria rechtsmäßige Königin
- religiöser Konflikt: M.- katholisch E.- protestantisch

Entstehungsgeschichte
- oft aufgegriffener Stoff
- Lebensweg gehört zu den ergiebigsten Stoffen der europ. Dramatik
- 16./17. Jh. Musterstoff für Märtyrertragödien(Katastrophe-Angelpunkt)
- weitere Entwicklung Märtyrerin durch schöne Frau ersetzt
- dominierte Norfolk Handlung die weiter Bearbeitung
- Schiller drängte Norfolk Handlung auf Mortimer- Episode zurück
- nach Schiller: andere Lebensabschnitte dargestellt: erotische Abenteuer in Schottland, Probleme in der Ehe mit Darnley, Verbindung mit Bothwell
- Werk Schillers entstand zw. 1782 bis zur Jahrhundertwende
- endet 1800 mit Uraufführung in Weimar
- schon Herbst 1782 mit Geschichte der schottischen Königin befasst
- für „Don Carlos“ zurückgestellt
- zw. 1790 und 1793 veröffentlicht er Biografie M. in einer Zeitschrift
- 1799 schrie er an Schiller, dass seine Neigung ihn eher „zu einem frei phantasierten nicht historischen Stoff“ zögen
- widmete sich trotzdem der Arbeit am Stück
- ihm sagten Hauptmotive zu, Charaktere
- Geschichte bildete gute Grundlage für Aufbaumöglichkeiten
- eignete sich für Euripidische Methode-> symmetrischer Aufbau-Parallelität
- setzte sich akribisch mit Stoff auseinander
- 3. Akt ende 1799 fertig-> Umzug Schillers nach Weimar
- Erkrankung Feb. bis März 1800-Hinderung
- beim 4Akt- Schauspieler begannen zu proben
- 5. Akt am 9. Juni fertig
- 14. Juni Uraufführung in Weimar
- Buchausgabe im April 1601

Werk

Allgemein
- Werk 1799 entstanden
- 14. Juni 1800: Uraufführung in Weimar am Hoftheater
- Trauerspiel – Drama
- Drama der Antithese ( stilist. Gegensätze/ Kontraste)
-> gesamter Text aus Kontrasten aufgebaut
- Hauptinhalt: Darstellung Elisabeth und Maria und deren Konflikt
- letzten Tage vor Hinrichtung (3 Tage)
- Intriegen Tragödie – Gegenspieler richtet Held zugrunde
- mit Darstellung des Dramas könnte Literaturepoche „Klassik“ definiert werden
- besteht aus 5 Aufzügen
- klar strukturierter Bau
- Katastrophe gleich in erster Szene
- Dualistisches Weltbild: Mensch zwischen Ideen und Leben, Hoffnung und Angst. Leben und Tot, Freiheit und Zwang, Glück und Leid
 zusammenwirken von Gegensätzen
- hat sich sehr an Argumentation und an Aufbau der antiken Tragödie gehalten, mit einer Ausnahme:
Nicht mehr Schicksal oder Verhängnis bestimmen die Handlung, sondern die freie Entscheidung der Menschen im Kampf um die Macht
- wichtiger Grundsatz der Klassik: Held ringt mit Schicksal (Maria)
- für Interpretation muss man Schillers ästhetische Schriften heranziehen
 vorallem: ästhetische Erziehung der Menschen
- franz. Klassizismusregeln:
 3 Einheiten: Zeit, Raum, Handlung
 hohes Niveau von Sprache und Vers
 Themen die immer enthalten sein müssen: Liebes- und Staatsangelegenheiten
 Ständeklausel
- Gegensatz von Gefängnis und Herrschaftspalast ( Unterdrückung – Ruhm, Eleganz)
 Gegensätze auch inhaltlich zu belegen:
- Maria zu Beginn: vereinsamt, erniedrigt
- zum Schluss: umringt von treuen Dienern, die um sie trauern
- Kostbarkeiten im Hintergrund ( Kleid, umringt von königl. Aura)
 symbolisiert Triumph, eigentl. Gewinn
- Elisabeth zu Beginn: prachtvoll, umgeben von treuen Beratern
 Macht durch königl. Hof sichtbar
- Schluss: isoliert allein gelassen, Volk teilweise gegen sie ( Maria unschuldig)
-> Verliererin

Figurenkonstellation
 viele Personen von Grund auf verschieden: Maria – Elisabeth
Burleigh - Shrewsbury
Leicester - Mortimer
Elisabeth:
- typisch schillersche Figur – Böse im Drama
- höchstens 30 Jahre alt
- Protestantin
- engl. Königin
- richtet sich ganz nach Zweckmäßigkeit
- zeigt nur indirekt ihre innere Einstellung
- stolz, hinterhältig, sucht nach Lob und Schmeichelein
- Eigenliebe groß, Unentschlossen
- feige: will Ziel erreichen, keine Verantwortung übernehmen
- ihr Grundproblem: nie auf ihre Gefühle hören zu dürfen – immer als öffentliche Person agieren zu müssen
- nicht authentischer Mensch
- Heuchlerin – vom Volk verehrt
- noch keine echte Liebe erlebt

Maria:
- etwa 25 Jahre alt
- von Reife ihres Geistes scheint sie älter zu sein
- Katholikin
- leidet unter gegenwärtigen Belastung Elisabeths und vergangener Schuld, als sie noch Königin war
 hofft trotz ihres Leides zu überleben
- kennt als ehemalige Königin wahre Gesicht des Absolutismus – das im Machtkampf der fürstlichen Hierarchie besteht
- liebenswürdig, realistische Person
- Reue, Buße im Gefängnis
- kann Gedanken an Ermordung ihres toten Mannes nicht loswerden
- jung, schön, attraktiv
- hat königliches Auftreten
- selbstbewusst, hat Würde
- steht hinter dem, was sie sagt
- vom Volk Vertriebene
- begeht in England kein Verbrechen oder Sünde
- im Schluss: erhabener Mensch im klassischen Sinn – hat ihrem Schicksal getrotzt
- hohe moralische Haltung

Wilhelm Cecil, Baron von Burleigh:
- Großschatzmeister und Berater Elisabeths
- vertritt konsequent Interessen des Staates und der Königin
- nur Staatsräson zählt für ihn
- Diplomat- tut alles, um sein Ziel zu erreichen
- Glaube, Marias Tot wichtig für Staat

Georg Talbot, Graf von Shrewsbury:
- zweite wichtige Berater der Königin
- repräsentiert am ehesten Standpunkt Schillers
- Aufrecht – dient Königin in Treue und Gewissenhaftigkeit
- geringen Einfluss – hat Ausgleich zwischen Staatsinteressen und individuellem Wohl im Auge
- Erkenntnis, dass E. schlechten Weg geht
 bittet um Entlassung
- dient nicht im Sinne der Monarchie, sondern im Sinne des Vernunftstaates
- großen Gerechtigkeitssinn: will Elisabeth versöhnlich stimmen

Robert Dudley, Graf von Leicester:
- Vertrauter von Elisabeth
- interessiert sich nur fürs eigene Wohlergehen, eitel ehrgeizig (will Krone)
- hält sich alle Optionen offen, ist bereit Maria wie Elisabeth zu heiraten
- Schmeichler, Elisabeth wollte ihn als Gatten
- ist intrigant, Verräter
- feige- zeigt nie persönlichen Mut

Mortimer:
- Neffe von Marias Aufseher Paulet
- bringt „erregende Moment“ ins Drama
- für Rettung Marias würde er sein Leben einsetzen
- emotional – fern von Intrige oder politischem Kalkül
 ist Kontrastfigur zum zögernden berechnenden Leicester
- kam von FR nach ENG mit Plan Maria zu retten – suchte Verbündete, täuschte E.
- ist immer er selbst
- Spaltung von Sein und Schein existiert für ihn nicht
- Charakter gerät leicht ins Schwärmen – wovon Gefühl bewegt wird

Amias Paulet:
- Hüter Marias, Untergebener Elisabeths
- tut nur das, was er vor Gewissen rechtfertigen kann
- vertrauensvoll
- Marias Schicksal trifft auch ihn

Hanna Kennedy:
- Amme
- Teilung von Marias Leid im Gefängnis
- Aufopferung, Liebe – Erwiderung durch Maria
- zog Maria auf- begleitet sie bis zum Tot

Melvil:
- Haushofmeister Marias
- hat sein Leben nach Wohl von ihr gerichtet

Inhaltszusammenfassung – 1. Teil
1. Aufzug:
- Maria erscheint leidend
- Anteil am Mord von Darnley wird deutlich
- sie zeigt ihre königliche Würde, ist aber über ihr Schicksal keinesfalls erhaben
- Maria fordert ein Treffen mit Elisabeth, da sie von einem Gericht verurteilt wurde indem nur Männer sitzen und sie möchte jetzt mit einer Frau reden
- Maria erhält durch Sir Paulet den Urteilsspruch
- sie sieht aber noch eine Hoffnung indem Brief an Graf Leicester, der eine tiefere Neigung für sie empfindet
- zum Schluss des 1. Aufzugs wird Maria überlegener
- Lord Burleigh teilt ihr offiziell das Todesurteil mit, welches sie ja schon kennt, widerlegt es und beweist zudem die Unzuständigkeit des Gerichts

2. Aufzug:
- Elisabeth will den französischen Herzog von Anjon nicht heiraten, um ihre Jungfräulichkeit zu erhalten. In Wirklichkeit will sie ihre Macht erhalten
- Stadtratsszene:
 Burleigh: er stellt die Stimme des Volkes in den Vordergrund; ist für das Urteil
 Shrewsbury u. Leicester: wollen Elisabeth bewegen nicht zu unterschreiben
 Leicester versucht Elisabeth zu einem Treffen mit Maria zu überreden
 Burleigh versucht dies aber zu verhindern
 Schluss: Leicester bereitet das Treffen auf raffinierte Art vor

3. Aufzug:
- Maria und Elisabeth treffen sich in einem Park
- Elisabeth greift Maria persönlich und auch politisch an
- Maria versucht hingegen zuerst mit unglaublicher Beherrschung, Unterwürfigkeit und Verwandtschaft das Herz Elisabeths zu erreichen
- nach abermaliger Erniedrigung bricht der Hass aus Maria heraus
- sie behält aber ihre Würde und triumphiert am Schluss über Elisabeth

Schlüsselszene:
- Maria will Elisabeth um Gnade bitten
- erwartet Freiheit-> kommt aber zum Streit
- M. fühlt sich ungerecht behandelt
- besteht auf Thron
- M. beleidigt E.: „der Thron von England ist durch einen Bastard entweiht“III/4 v.2447f.
- M. genießt Augenblick des Triumphs
- Treffen Veränderung beider
- 1. Akt: M. ohne Hoffung
- 2. Akt: E. dargestellt in Fülle der Macht, prachtvoll, umgeben von Schmeichlern, siegreich
- 3.Akt: Begegnung der beiden Königinnen-> Umkehrung -> M. Siegerin/ Elisabeth besiegte
- Zitat Mortimers: „ Du hast gesiegt, du tratst sie in den Staub, Du warst die Königin sie der Verbrecher“
- Rolle des Richters vertauscht: 1. Akt: M. verurteilt
2. Akt: E. spricht als Richter
- III/4 Enthüllung der eigentlich Richtenden

Inhaltszusammenfassung ( 2.Teil )
4. Aufzug:
- Burleigh entlarvt das Doppelspiel von Leicester
- Leicester verrät Mortimer indem er ihn verhaften lässt
- Mortimer entgeht allem durch Selbstmord
- Burleigh will ein Zusammentreffen von Leicester mit Elisabeth verhindern, damit Leicester sich nicht rechtfertigen kann; gelingt ihm nicht
- Leicester nutzt seine Stellung in Elisabeths Herz aus und spielt um sein Leben
- er berichtet von Mortimers Verhaftung und stimmt letztendlich sogar für Marias Hinrichtung
- Elisabeth ist nun hin und hergerissen und zu keiner Entscheidung bezüglich des Todesurteils fähig
- sie übergibt es Davison
- Burleigh sieht es in Davisons Händen und entreißt es ihm

5.Aufzug:
- Marias Schicksal ist nun entgültig besiegelt
- ist aber nun über ihr Schicksal erhaben und kann sogar noch vor der Hinrichtung schlafen
- weint sie um das Schicksal von Mortimer und Sir Paulet als um ihr eigenes
- Maria ist sehr an den christlichen Glauben gebunden ohne den sie nie diese Schuldbewältigung geschafft hätte
- sie wird hingerichtet; sie stirbt voll Würde und Fassung
- Elisabeth denkt sich nun in Sicherheit; sie schiebt die Schuld von sich und lässt dafür Davison und Burleigh einkerkern
- Shrewsbury verlässt freiwillig das Land und Leicester geht nach Frankreich wo Marias Leichnam beerdigt wird
- Elisabeth noch einsamer als am Anfang

Veränderung Schillers zur historischen Gestalt
- Unterschied zwischen dem barocken und dem schillerschen Fürsten: Kritik am Gegner
 als Kriterim für Beurteilung gilt nicht eigener Zweck sondern Gerechtigkeit
- Gerechtigkeit wird im barocken Trauerspiel nicht hervorgerufen
- Konfrontation bei Schiller: Legitimations- und Religionskonflikt, im Verhältnis von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit
- Hintergrund und meisten Figuren sind historisch
 entscheidende Vorgänge und bewegende Kräfte frei erfunden
- Verdichtungen historischer Möglichkeiten:
- Figur Mortimer
- Verhältnis Leicesters zu Maria
- Persönliche begegnung der Königinnen
- hat Rivalinnen verjüngt
 politische Gegnerschaft menschlich verschärft
 beide sollen jung genug sein, um ihre Liebesansprüche gegeneinander geltend machen zu können
- Beichte Marias nicht historisch belegbar
- Hinrichtung Maria später: - eigentlich am 8.2.1587
 im Stück Jahrestag von der Ermordung Darnleys (Nacht vom 9. zum 10.2.1587)
- Grundzüge der bürgerlichen Gesellschaft, in Tragödie, bis heute erhalten
 Möglichkeit für Leser – eigene Gegenwart einzubeziehen
- Schillers Hauptinteresse: Zuschauer zwischen Furcht und Hoffnung halten
- Spannung sollte aus dem Widerstreit der Affekte Furcht und Hoffnung erzeugt werden

Marias Darstellung der „schönen Seele“
- Mittelpunkt in der Klassik war der Mensch
- Held ringt mit Schicksal(wie Maria es macht)
- Mensch von Gott geschaffenes höchstes, natürliches Lebewesen-> „schöne Seele“
- „schöne Seele“: Übereinstimmung von Neigung und Pflicht-> erhabene Mensch
- wurde viel Gefühl, Sinnlichkeit und Sittlichkeit dargestellt
- Mensch in Vollendung aber auch Abgründigkeit
- das wirklich Schöne und Vollkommene kann nur in Kunst dargestellt werden
- bei Maria:- entwickelt sich erst zur „schönen Seele“
- erst äußere Schönheit
- angesichts des Todes zur „schönen Seele“
- zur äußeren tritt innere Schönheit
- Einklang von wesen und Erscheinung
- Tod ist Preis dafür
- M. ist sich Schuld bewusst
- ringt mit Schuldgefühlen, Situation
- Erniedrigungen Elisabeths
- muss Schuld überwinden
- ->trotzt ihrem Schicksal
- siegt über übernatürliche Kräfte(können nur Körper beeinflussen)
- wird durch Gestik, Mimik und Gewand wiedergespiegelt
- äußerer Schmuck-> Vollkommenheit, religiöse Ornamente-> göttl. Zustand
- Tausch zw. zeitlichem und ewigem
- Tragik: M. kann nur duch Tod vollkommen und erhaben werden
- Stirbt mit würde
- Pflicht und Neigung harmonisch
- freiwillig, eigener Antrieb
- sittliches Gefühl wird zur 2. Natur
- Schönheit des Menschen: Gesetzt der Vernunft mit Freude gehorchen-> macht Maria
- nur durch Tod wird dem leben kurz die ideale Schönheit zuteil
- Ziel: Vollkommenheit der Heldin- erzeugt Bild einer schönen, versöhnten Welt
- soll auf Zuschauer zurückwirken
- Zuschauer soll in idyllischen Zustand des Freiseins und Glücks kommen
- es kommt zum Humanitätsideal-> handle mit Vernunft
Fazit
- spannend -> Intrigen (aber: leicht verwirrend)
- Intrigen: unterhaltend, Hinweis- Maria keineswegs gerechtfertigt gestorben
- komplizierte Sprache -> jedoch relativ gut verständlich
- Schiller bestimmt auf Marias Seite
- wahre Böse: Burleigh – überredet Königin immer
- Leicester: Feigling, hat Maria vielleicht geliebt, Ansehen/ Macht wichtiger
- Sympatischste Person: Shrewsbury: aufrecht- beiden Seiten gegenüber
- außergewöhnlich für die Zeit- 2 Frauen Hauptpersonen
- Gelungenes Werk









Quelle: Quellen - Geschichte der deutschen Literatur Hans Gerd Rötzer Epochen-Autoren-Werke Seite 121 - http://www. literaturwlt.com/autoren/schiller.html - http://www. wikipedia. org/wiki/Bild:Stuart.jpg - Hamburger Leseheft Verlag Husum/Nordsee (besonders Nachwort) - http://www.teachsam.de/deutsch/d_literatur/d_aut/sci/sci_dram/mstuart/sci_ms_0.htm - http://www.miss-nora.de/femdom/history/history_elisabeth_eng.htm - http://www.miss-nora.de/femdom/history/history_mariastuart.htm - Lexikon Deutsch Hartmut von der Heyde Hrsg, Autoren und Werke 2000 by Stark Verlagsgesellschaft mbH Seiten 171 bis 177 - Lechners Literaturgeschichte des Deutschen Sprachraumes Vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Seite 176




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