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Titel:

mittelalterliche Stadt


  Note: 1   Klasse: 9









Arbeit: Das Leben in einer mittelalterlichen Stadt

Die Stadt und der Aufbau
Durch die Steigerung der Erträge in der Landwirtschaft konnte die Bevölkerung wachsen und die Städte entstanden. Meistens waren sie an wichtigen Handelsstraßen. Sie zogen immer mehr Menschen an. Die Stadtherren, Fürsten und Bischöfe förderten das, weil sie so immer mehr Abgaben und Zölle einnehmen konnten und größer und reicher wurden. Die Stadt war der Treffpunkt des Handels und des Handwerks.

Die Stadt war zum Schutz mit einer dicken hohen Mauer umgeben. Hinein kam nur durch die die befestigten Stadttore wo auch Zoll genommen wurde. Diese Stadttore wurden abends geschlossen.

Vom Stadttor zum Marktplatz gab es größere Straßen. Sonst gab es nur kleine dunkle Gassen, weil alles sehr eng bebaut war.

In der Mitte der Stadt war die Kirche, Der Marktplatz, das und einige Fachwerkhäuser (Häuser von den Reichen =Patrizier). Drum herum waren die Häuser der Handwerker und einfacheren Leute. Die Häuser waren dicht aneinander gebaut und die Gassen waren sehr eng.



Die Straßen waren ungepflastert. Bei Regen war alles sehr schmutzig. Im Mittelalter gab es keine Toiletten, die Abfälle wurden alle aus dem Fenster geworfen. Darum waren auch viele Menschen krank.

Stadtaufbau mit dem Marktplatz und genaue Beschreibung
Die Menschen in der Stadt waren auch Selbstversorger, wie die auf dem Land. Sie hatten Gärten, Hühner und Schweine. Außerhalb der Stadt gab es Äcker und andere Anbauflächen für Hopfen und Wein oder Wälder zur Holzgewinnung.

In der Stadt wohnten nicht nur wohlhabende Kaufleute und Handwerker. Es gab auch Arme, Schwache, Gebrechliche und Kranke.

Die Kirchen und die Stadt hatten die Aufgabe sich um diese Menschen zu kümmern. Auch Reiche halfen und so entstanden Spitäle (Krankenhäuser) für Kranke, Siechhäuser (Altenheime) für Gebrechliche und Alte.

Außerhalb der Stadtmauern standen die Häuser für Aussätzige. Diese Durften sich den bürgerlichen Wohnungen nur mit Glocke oder Holzrassel nähern. So konnten die Bürgerlichen weglaufen und sich vor Ansteckungen schützen.




Als die Städte größer und wohlhabender wurden, forderten die Stadtbewohner auch mehr Rechte vom Stadtherrn. Do entstand dann die neue reiche Schicht. Das waren selbstbewusste Händler und Fernkaufleute. Diese nannte man Patrizier. Die bekamen auch Einfluss in die Politik und das Recht Öffentlich Markt zu halten.

Die Jahreszeiten am Tag und Nacht bestimmten das Leben. Der Tag begann am Sonnenaufgang und endete bei Sonnenuntergang. Gearbeitet wurde es so lange wie es hell war. Die Nacht war sehr dunkel und gefährlich. Talglichter und Wachslichter gaben nur wenig Licht. Daher gab es bewaffnete Nachtwachen. Diese Arbeit mussten die Bürger übernehmen.

Die Tageszeit bestimmte man nach dem Stand der Sonne und dem Läuten der Kirchenglocken. Die Zeit wurde aber durch Abbrennen von Kerzen, Sonnen- und Sanduhren bestimmt. Das machten meistens die Geistlichen.


Die Gesellschaftsgruppen

Seit der Zeit Karl des Großen bildete sich eine streng geordnete Gesellschaft heraus! Jeder Mensch hatte seinen festen Platz. Von der Geburt an bis zum Tod war jeder in einer bestimmten Gesellschaftsgruppen.


1. Stand (Adel)
Adlige, Reiche, Ritter, mächtige Kaufleute, Bürgermeister, Stadtrat

Sie legen die Abgaben, Steuern und Gesetze fest.

2. Stand (Kirchen)
Geistliche, Mönche, Priester

Die Geistlichen mussten erziehen und beten und für die Armen und bedürftigen da sein.

Sie haben sehr viel Einfluss auf die Reichen, da die Menschen im Mittelalter sehr gläubig waren.

3. Stand (Mittelschicht)
- Kaufleute und Handwerker
- Bauern und Tagelöhner

Die Kaufleute und Handwerker hatten sehr viel mehr zu sagen wie die Bauern.

Hier gibt es viele verschiedene Stufen, wie angesehen jemand ist.

Die Gesellen, Lehrlinge, Mägde (lebten bei ihrem Herren oder in Hütten im Schatten der Stadtmauern).



Henker und Totengräber waren „unehrlich“ und gehörten nicht zu den Bürgern. Diese Gruppen hatten kein Mitsprachrecht.

Dann gab es noch Gruppen am Rand der Gesellschaft:
Bettler, Fahrende, Menschen mit anderen Glauben (Juden).
Es war kein richtiger Stand. Diese hatten auch keine Rechte.

Adel und Kirche herrschten über Bauern und Stadtbewohner. Die Kaufleute und Handwerker prägten das städtische Leben am stärksten.

Die Grundlage der Gesellschaft war das Lehnswesen (kommt von Leihen). Der Bauer (= Lehe) leiht dem Lehensherren seine Arbeitskraft und geht für ihn in den Krieg. Dafür beschützt der Lehnsherr den Bauern und gibt im Land zu bestellen.















Handwerker und Bauhandwerker
Die Handwerker und Bauhandwerker machten im Mittelalter mehr als die Hälfte der Stadtbevölkerung aus. Als Handwerker bezeichnet man Bäcker, Schmiede, Schneider usw. Die meisten Handwerker hatten einen Gesellen und einen Lehrling. Wenn der Meister krank war, übernahm die Frau die Leitung so lange, bis er wieder gesund war. Die Handwerker hatten meistens nur zwei Räume in denen er arbeiten konnte. Aber wenn eine Frau nicht verheiratet war, konnte sie selber eine Werkstadt betreiben. Die Handwerker stellten die Waren das täglichen Gebaruchs her. Sie wohnten in einer bestimmten Straßen und Gassen (z. B. Färbergasse, Tischlergang).

Als Bauhandwerker bezeichnete man Zimmerleute, Dachdecker, Mauer, Träger und Mörtelmischer. Sie arbeiteten nicht in ihrer Werkstatt sondern arbeiteten bei anderen Leuten um das Haus zu bauen. Die Steinmetze arbeiteten außerhalb der Stadt in einem Steinbruch.

Jedes Handwerk war in einer Zunft zusammengeschlossen. Die Zunft ist ein Zusammenschluss von Handwerkern eines Berufes. Sie hatten einige Zunftzeichen/Zunftwappen und später auch ein Zunfthaus.

Nur wer in einer Zunft war durfte sein Handwerk ausüben. Es durften aber nur die Meister in einer Zunft sein. Die Zünfte wollen nur ganz wenig oder gar keine Konkurrenz.

Die Handwerkerfrauen kümmerten sich um den Haushalt und halfen in der Werkstatt mit. Sie machten meistens die Buchführung und den Verlauf. Die Frauen der Gesellen machten die Hilfsarbeiten oder arbeiteten bei den reichen Bürgern als Dienstboten oder Mägde.
Die Handwerksmeister schickten ihre Söhne zu einem anderen Meister in die Lehre. Das dauerte manchmal 5 Jahre. Danach kam die Gesellenzeit. Ein Geselle konnte später nur Meister werden, wenn eine Meisterstelle frei wurde. Dann musste eine besondere Arbeit, das „Meiserstück“, abgeliefert werden. Der Meister der Zunft prüfte den Gesellen aber auch noch.

Später spezialisierten sich die Handwerker. Der Kundenkreis wurde immer größer. Es wurde Holz für das Fachwerk oder für die Dachdecker benötigt.

Die Kaufleute schlossen sich natürlich auch zu einer Vereinigung zusammen. Das war die Gilde und später die Hanse. Hier wurde die Qualität geprüft und die Höhe der Preise festgelegt.




Der Markt
Der Markt fand 2 – 3 Tagen in der Woche statt. Die Handwerker aus der Stadt, die Bauern, fahrende Händler boten ihre Waren (Vieh, Getreide, Krüge, aller Gegenstände aus dem täglichen Gebrauch) an. Es gab z. B. einen Bader, bei dem konnte man sich einen Zahn ziehen lassen.

Am Anfang war der Tauschhandel, doch später gab es einige Münzen zum Bezahlen.

Die Attraktion einmal im Jahr war ein Jahrmarkt. Alle kamen von weit her. Es wurden Kostbarkeiten (wertvolle Stoffe, Schmuck, exotische Gewürze usw.) angeboten.

Hinrichtung
Das besondere an Markttagen die Hinrichtungen. Einer wurde aufgehängt das war immer ein großes Specktakel. Bei einer Erhängung wurde jemand der etwas getan hatte auf ein Fass oder etwas anderes gestellt und dann wurde eine Schlinge um den Hals gehangen. Danach wurde das Fass weggestoßen und der am Galgen starb.

Die Ausbildung in der Stadt:

Die Kinder gingen mit 7 Jahren zur Schule

Die Kinder der Reichen wurden von Privatlehrern unterrichtet. Die Handwerkskinder kamen auf eine Art Grundschule Die wurde von Mönchen geführt. Es wurde Bibelkunde, Grundkenntnisse im Rechnen und Lesen und Schreiben unterrichtet.

In einigen Berufen reichte das bisschen Wissen nicht mehr aus. Die Die Kaufleute und Handwerker mussten komplizierte Sachen herstellen. Sie mussten besser rechnen können und Zeichnungen herstellen. Später gab es dann weltliche Schulen die mehr Wissen unterrichteten.

Im Mittelalter wurde früh geheiratet. Manchmal heirateten Mädchen von mit 13 Jahren. Wer aber keinen Hof, keine Werkstatt oder ein Häuschen besaß, konnte keine Familie ernähren. Deshalb wohnten die Knechte, Mägde, unverheiratete Tanten, Großeltern alle unter einem Dach.

Die Häuser der Armen waren eng, hatten nicht mehr als 2 Räume.
Es schliefen mehrere in einem Bett. Die Betten waren kleiner als unsere heute.

Wohnung

Die Häuser hatten 3 bis 5 Etagen. Steinhäuser konnten sich nur die Reichen leisten. Die anderen Bauten mit Lehm und Stroh. Im Erdgeschoß war die Werkstatt und der Verkaufraum im 1. Stockwerk lebte die Familie des Hausbesitzers in der Küche und Wohnstube. In den Etagen darüber waren Schlafstuben und andere kleine Zimmer und Kammern. Hier wohnten Gesellen, Lehrlinge und Bedienstete. Hier oben waren die Räume auch niedriger. Vorräte wurden im Keller und im Speicher auf dem Dachboden gelagert. In der Wohnstube hielt man sich täglich auf. Hier haben die Stadtbewohner auch ihre Gäste empfangen. In der Küche war eine offene Feuerstelle. Der Herd bestand aus einer gemauerten, erhöhten Kochstelle auf Ziegelbögen (Tischherd). In der Wohnstube standen Kachelöfen die man von der Wohnstube beheizte. Der Rauch vom Ofen hatte dann so genervt das man ihn vom Flur oder der Küche beheizte. In einigen Häusern hatten sie auch offene Kamine. Die Reichen schliefen in Schlaffkammern und die normalen Bürger meistens in der Küche. Die Betten in den Schlaffkammern waren hoch, weil man damit der Bodenkälte ausweichen konnte. Darum brauchte man eine Bank oder eine Truhe um in das Bett zu steigen. Dies konnten sich aber nur die Reichen leisten. Die Fenster waren erst nicht verglast. Sie wurden mit einfachen Holzläden oder durch Rahmen mit Tierhäuten oder Leinwand verschlossen. Die Stadtadeligen hatten schon im oberen teil die Fenster verglast. Um 1500 waren dann alle Fenster in der Stadt verglast. Die Fenster waren z. B. rötlich, gelb, grau und grün getönt. Beleuchtet wurden die Räume mit dem Herdfeuer und Kienspanfackeln. Beliebt waren auch kleine Öl- und Talglämpchen. Später kam dann die Kerze aus Talg, Unschlitt oder dem teureren Wachs hinzu. Die Kerzen hatten einen großen Vorteil. Sie rußten und rauchten viel weniger als die Kienspäne. Für die Kerzen gab es Kerzenhalter und Kerzenleuchter, um die Räume zu erhellen.


Kleidung

Frauenkleidung

Die meisten Frauen trugen ein Kleid. Auf dem Kopf trugen sie eine Haube (das ist eine art Kopftuch). Manchmal trugen sie auch Gürtel wo sie eine Kleine Ledertasche befestigt hatten. In ihren Haaren trugen sie verzierte Haarklammern. Über ihre Beine zogen sie einen Strumpf . Um zu verhindern das der Strumpf immer runter rutschte hatte man um den Strumpf ein Lederband gebunden. Die Frauen trugen Lederschuhe. Damit die Schuhe nicht kaputt gingen hatten man unter den Schuhen Trippen geschnallt. Eine Trippe ist ein Holzstück das so geformt ist wie eine Solle eines normalen Schuhs.

Männerkleidung

Die Männer trugen eine Strumpfhose. Über dem Oberkörper hatte sie Gewand das bis auf den Boden reichte oder sie trugen eine art Kleid das bis auf den Boden reichte oder bis zu den Kien reichte. Die Männer hatten Schuhe an. Die Schuhe hatten meist eine Spitze. Sie verlief vom Schuh aus gerade aus zu den Zehn bis sie dann ganz Spitz war.

Meisterkleidung

Die Meister einer Werkstadt trug einen Ledermantel darunter ein Hemd und um den Bauch einen Ledergürtel. An den Gürtel hangen sie sich eine kleine Ledertasche und eine Tasche wo sie ihr Messer packen konnten. Über die Beine zogen sie sich eine Strumpfhose und über den Füßen trugen sie Lederstiefel die bis zu den Knien reichten.

Nahrung

Das Hauptnahrungsmittel war Brot. Das Brot wurde meistens aus Roggenmehl gebacken. Die Leute aßen fast kein Gemüse, weil einige glaubten das grünes Gemüse gefährlich sei. Im Norden aßen die meisten Butter und tranken Bier im Süden aßen sie meist Oliven und tranken Wein. Fleisch gab es nur sehr selten auf den Tischen, weil es sich nur die Reichen leisten konnten.









Quelle:




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